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Beethoven und Wagner in jazziger Bearbeitung

 

Bereits seit Jahren gehört Dieter Ilg zu den einflussreichen Stimmen des europäischen Jazz, er ist ein „deutscher Weltklassebassist“ (Jazzthing). Seine elektrisierende Vitalität, intelligente Neugier, technische Brillanz und totale Hingabe an den Moment brachten ihm bis heute drei ECHO-Jazz-Trophäen ein. Obwohl er bereits mit 16 Jahren den Entschluss fasste, Jazzbassist zu werden, studierte er klassischen Kontrabass an der Musikhochschule Freiburg – auch der umfassenden Musikgeschichte wegen.

Jazz und Klassik, Dieter Ilg kennt beide Welten. Aus den Werken klassischer Komponisten holt er sich das Material für sein Trio mit Rainer Böhm am Piano und Patrice Héral am Schlagzeug. Zusammen machen sie Kammerjazz, intim und extrovertiert zugleich, verblüffend dynamisch und eingespielt virtuos. Sie heben die Grenzen zwischen musikalischen Epochen und Genres auf und erschaffen schlicht und einfach schöne Musik. So konsequent wie nie zuvor verfolgt der Kontrabassist mit diesem Trio seine Vorstellung von persönlicher Klangforschung auf höchstem Niveau. Im traumwandlerischen Zusammenspiel entstehen so magische Momente, die das Trio zu einer der intensivsten und organischsten Live-Formationen ihrer Art machen. „Ein Hörgenuss nicht nur für eingefleischte Jazzfans, sondern für alle, die Musik lieben.“ (Bariton Thomas Quasthoff)

Im Haus Wahnfried, Wagners Wohnhaus in Bayreuth, wird das Dieter Ilg Trio ein klassisch-jazziges Programm präsentieren. Im Saal, der sich im Erdgeschoss zum Hofgarten öffnet, inmitten der Wagnerschen Bibliothek, steht im ersten Teil dann auch Parsifal im Mittelpunkt – an dieser Oper arbeitete Richard Wagner ebenda. „Ilg gelingt eine ziemlich verblüffende Bearbeitung des Wagnerschen Materials und eine tollkühne Umdeutung des monströsen Wagner-Kosmos in Sphären, in denen die Jazz-Koordinaten ‚Improvisation‘,‚Intuition‘ und ‚spontane Interaktion‘ erfolgreich ihre Wirkung entfalten können – und ganz einfach Spaß machen. Wagner macht Spaß, das muss man erst mal hinbekommen.“ (HR2-Kultur 2013)

Im zweiten Teil werden Auszüge aus „Mein Beethoven“ erklingen. „Frei von Kitsch und Pathos nähert sich das Trio innig, spielfreudig und virtuos Beethovens OEuvre. Die wohlbekannten Werke erschließen sich komplett neu. Ilgs Trio liefert ein perfektes Beispiel für bereichernde Adaptionen. Daher Vorsicht: Dieser Beethoven macht süchtig.“ (JPC 2015, Platz 1 JazzCharts)