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From St. Petersburg With Love

 

Das Terem Quartet ist ein russisches Phänomen. Wie kein anderes Ensemble weiß es, die russische Volksseele virtuos und mit einem Augenzwinkern in musikalische Arrangements zu gießen und wird so neben Eremitage und Marinsky-Theater als drittes Wahrzeichen von St. Petersburg gehandelt. Weltberühmt und weltoffen vereint das Quartett russische Volkskunst, Barock, Romantik und Filmmusik zu so originellen wie virtuosen Adaptionen – kurz gesagt: Sie spielen bekannte Melodien und klassische Werke aus einer „russifizierten“ Perspektive. Und das seit über 30 Jahren, immer mit ‚Liebesgrüßen aus St. Petersburg‘.

Ein einzigartiges Ensemble, das auch das russische volkstümliche Instrumentarium in neue Ehren gebracht hat: Das Terem Quartet tobt sich aus auf zwei Domras, die aberwitzig tremolierenden Balalaika-Vorgänger, auf dem Bajan, einem chromatischen Knopfakkordeon, und mit einem Kontrabass. „From St. Petersburg With Love“ präsentiert im ersten Teil meisterhafte Adaptionen klassischer Werke von Bach, Schubert u.a., bevor im zweiten Teil des Programms humorvolle, volkstümliche Bearbeitungen von Filmmelodien erklingen. Hier offenbart sich das herausragende klangmalerische Vermögen des Quartetts, das sprachliche und kulturelle Barrieren einfach überwindet. Nicht umsonst werden die vier Meister auch als musikalische Botschafter ihrer Heimat gesehen.

1986 absolvierten vier Studenten der Musikakademie St. Petersburg gerade ihren Militärdienst und erhielten fernab von zu Hause in einer Potsdamer Kaserne die Aufgabe, ein Musikkorps zu bilden. Mit ungewöhnlichen Arrangements bekannter Lieder gelang der Erfolg, schon zwei Jahre später spielten die vier „Solisten“ mit dem Marinsky-Orchester und repräsentieren 1992 Russland beim Tag der Deutschen Einheit. Der Beginn einer ganzen Reihe von Großveranstaltungen, zu denen die Olympischen Winterspiele in Vancouver und Sotschi, der Eurovision Song Contest, der G8-Gipfel und ein Konzert im Vatikan auf Einladung des Papstes gehören, außerdem Konzerte in der Queen Elisabeth Hall London, dem Pariser Olympia, dem Concertgebouw in Amsterdam. Vom Cellisten Mstislav Rostropowitsch bis hin zu Rock- und Popgrößen wie Led Zeppelin und Peter Gabriel reicht die Spanne der internationalen Kollaborationen. Inzwischen füllen die meisterhaften Arrangements über 20 CD-Einspielungen. Die Einzigartigkeit des Terem Quartets wurde bereits von bekannten Fernsehanstalten und Filmemachern weltweit dokumentiert, von BBC über dem japanischen NHK, ARTE und ARD bis hin zu National Geographic.